Lebensmittelallergien müssen nicht sein...

Allergien explodieren, jeder Zweite soll bereits allergisch reagieren - ein Ende dieser dynamischen Entwicklung ist nicht abzusehen. Kann die moderne Schulmedizin mit diesem Tempo mithalten? Gibt es gute Arzneien die hier sicher weiter helfen?

Ein kurzer Blick in den Praxisalltag kann bei der Beantwortung dieser Fragen hilfreich sein. „Irgendwie ist mir das Essen heute gar nicht bekommen. Mein Bauch ist wie eine Trommel und Durchfall hatte ich auch schon wieder. Bisher konnte außer einer Pollenallergie nichts festgestellt werden. Ich bin mir sicher, dass es das Essen ist, was mir täglich diese Beschwerden bringt. Was soll ich nur tun? Meine Freundin hat mir geraten, mich bei Ihnen anzumelden. Sie sind meine letzte Rettung“.


So ähnlich beginnen viele unserer Patientenkontakte.  Durch Allergien oder auch Unverträglichkeiten auf Lebensmittel und Anderes können die unterschiedlichsten Symptome, Beschwerden, (Krankheiten?) entstehen. Einmal juckt die Haut, bis sie aufgekratzt werden muss, das andere Mal ist es der Kopf, der wie benebelt ist. Oder das Herz rast wie verrückt, man kann sich nicht mehr konzentrieren oder es treten Schmerzen auf, für die es keine augenscheinliche Erklärung gibt.

 

Wie kommt es, dass selbst Allergologen hier nicht weiter kommen? 

Hier gibt es gleich mehrere mögliche Erklärungen: 
Beispiel Pricktest: hierbei werden auf der Haut  fraglich schuldige Substanzen aufgetragen und die Haut wird dann verletzt. Entsteht danach eine Quaddel, ist der Test positiv ausgegangen, und das Testergebnis wird für den ganzen Organismus als pathologisch gewertet.Die Haut kann aber nicht stellvertretend für den ganzen Organismus gewertet werden. Allergien des Dickdarms beispielsweise, die mit schweren Durchfällen einhergehen können, müssen  nicht in der Haut nachweisbar sein.Es gibt allerdings auch noch falsch positive und falsch negative Ergebnisse bei manchen ärztlichen Untersuchungen. Beispielsweise fand sich im Pricktest eine starke Reaktion auf die Erle. Sie reagieren aber nicht auf die Erle. Sind Sie nun allergisch auf Erlen oder nicht?Die umgekehrte Sachlage ist auch möglich.Bedenkt man, dass Schwankungen des Pricktests in Bezug auf die Richtigkeit des Testergebnisses 20-96% betragen können, sollte jeder für sich seine Schlussfolgerung ziehen.  


Nach Ansicht der Lehrmedizin sind allergische Reaktionen an den Nachweis von erhöhten Blutspiegeln einer bestimmten  Eiweißkomponente, dem sogenannten Immunglobulin E, gebunden. Ist  das IgE normal, soll keine Allergie vorliegen. Allerdings gibt es in Afrika ganze Volksstämme, die extrem hohe IgE-Werte aufweisen, aber auch keine allergische Erkrankung haben. Bei der Bienengiftallergie auf der anderen Seite lässt sich wiederum kein erhöhtes IgE nachweisen.


15 Jahre lang haben wir vergeblich nach Lebensmittelallergien gefahndet und nur ganz vereinzelt IgE- assozierte gefunden. Erst nachdem wir  das Immunglobulin G4 ( IgG4) analysieren ließen, fanden sich sehr viele positive Reaktionen. Wenn auch  in der Lehr-Medizin  umstritten , ist sein Einsatz im medizinischen Anlltag sehr sinnvoll. Regelmäßig berichten unsere Patienten, dass es ihnen besser gehe, wenn sie die so aufgefundenen Lebensmittel vermeiden.


Seit geraumer Zeit ist es bekannt, dass Lebensmittelallergien auch zeitlich verzögert auftreten können. Das ist besonders tückisch, denn wer kommt schon auf die Idee, dass die gute Kartoffelsuppe, die er heute gegessen hat, übermorgen schwerste allergische Reaktionen auslösen kann. Untersuchungen der Lymphocyten, der sogenannte  LTT, können hier sehr hilfreich sein. 

Vermeidungsstrategien helfen, sind aber äußerst lästig. NAET ( Nambudripats-Allergie-Eliminierungstherapie) kann  Ihnen helfen.