In weit über 100 Fällen hat der Zahnarzt Peter Bornhofen anhand histologischer Untersuchungen nachweisen können, dass die von ihm operierten Störfelder alle chronisch entzündet waren. Es handelt sich somit nicht um esoterische Phantasien, sondern um eindeutige Entzündungen im Sinne der Schulmedizin.

 

Das Störfeld

Immer wieder konsultieren uns Patienten, die auf unterschiedlichste Therapiemaßnahmen nur sehr zögerlich oder aber überhaupt nicht reagieren. Es sind eigentlich Patienten, die nie so richtig krank sind, nie an Fieber leiden, allenfalls etwas erhöhte Temperatur haben (max. 37,5°). Ganz häufig klagen sie über Beschwerden, die immer eine Körperhälfte betreffen.

Jahrzehntelange Forschung auf diesem Gebiet zeigte, dass diese Patienten an einer Regulationsstörung leiden. Ursache dieser Regulationsstörung können so genannte Störfelder sein. Unter einem Störfeld versteht man beispielsweise einen entzündeten Zahn, genauer gesagt eine Entzündung im Bereich der Zahnwurzeln im Kiefer. Es gibt aber auch Entzündungszustände im zahnlosen Kiefer. Wir sprechen dann von einer Restostitis.


Aber auch der Darm kann zu einem Störfeld werden, wenn ernährungsbedingt oder auch durch Entzündungen das bakterielle Milieu nicht mehr optimal ist.


Eine besondere Bedeutung bekommen Störfelder, wenn die Störwirkung auf den Energiefluss  des Qi in den Meridianen berücksichtig wird. Hieraus können Fernwirkungen resultieren. Klassisches Beispiel: die Schneidezähne. Sind diese chronisch entzündet, können chronische Blasenenprobleme entstehen.


Das Wissen um diese Zusammenhänge ist nicht weit verbreitet, da der Nachweis mit bildgebenden Verfahren (Röntgen, Kernspintomographie, Szintigraphie) so gut wie nie gelingt. Nur mit bioenergetischen Verfahren, wie z. B. Aurikulomedizin oder Kinesiologie ist es möglich, Hinweise auf die Lokalisation dieser Störfelder zu erhalten. Der versierte, ganzheitlich orientierte Zahnarzt kann durch relativ kleine chirurgische Eingriffe diese entzündlichen Veränderungen im Kiefer beseitigen und so oftmals jahrzehntelang anhaltende Schmerzen oder andere Erkrankungen wie durch ein Wunder beseitigen.    

     

Der Blick in die Vergangenheit zeigt: das Problem ist nicht neu. Ich verweise an dieser Stelle an Herrn Dr. Johann Lechner, einen Zahnarzt aus München, der sich intensiv mit dieser Thematik auseinander gesetzt hat.


Bereits 1915 beschreibt Dr. G. V. Black, der Vater der modernen Zahnheilkunde, die chronische Kieferostitis als einen fortschreitenden chronischen Entzündungsprozess, der Hohlräume produziert und Knochenzellen abbaut. Black war beeindruckt von der Ausdehnung dieser Krankheitsprozesse ohne Entzündungszeichen auf der Schleimhaut, ohne Schwellungen im Kieferbereich und ohne Erhöhung der Körpertemperatur des Patienten. 1930 benannte Phemister in den USA erstmalig diese Prozeese als "Cavitations" und beschrieb sie als primär "avaskulär" (= Fehlen von entzündungsbedingten Gefässvermehrungen) und weinger infektiös. In den 50er Jahren hat Dr. Voll gemeinsam mit Dr. Kramer den Begriff der fettig-degenerativen Kieferostitis geprägt und entsprechende Nosoden hergestellt, um über die EAV (Elektroakupunktur nach Voll) diese röntgenologisch nicht sichtbaren Prozesse testen zu können.


Der amerikanische Pathologe Prof. G. Bouquot hat diese hohlraumbildende Osteonekrose mit dem Namen NICO (Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis) belegt: Er fand bei einer Untersuchung an über 200 verstorbenen Patienten mit Trigeminusneuralgie praktisch immer diese Osteonekrose im Kieferknochen, die begleitend den Trigeminusnerv gereizt hatte. Diese fettig-degenerative Osteonekrose kann sich sowohl im Oberkiefer, als auch im Unterkiefer entwickeln.

Bemerkenswert zur Lokalisation der Chronischen Kieferostitis sind folgende Faktoren: Sie dehnt sich sehr häufig im Unterkiefer bis weit hinter das eigentliche Weisheitszahn-Gebiet aus (sogenanntes 9er Gebiet nach Gleditsch) .Sie ist sowohl im Oberkiefer-, als auch im Unterkieferknochen zu finden; insbesondere da, wo bereits Zähne fehlen. Sie irritiert im Unterkiefer sehr häufig den Trigeminus-Nerv und im Oberkiefer sehr häufig die Kieferhöhle. Die nekrotischen Knochenprozesse einer NICO gehen häufig auch von toten und wurzelgefüllten Zähnen aus.


Untersuchungen von Prof. B. Haley (Chemiker und Nicht-Zahnarzt an der University of Kentucky) zeigen, dass regelmäßig im Bereich der Chronischen Kieferostitis (CKO) durch Bakterien Giftstoffe gebildet werden, die lebenswichtige Enzymsysteme des Körpers blockieren.Haley beschreibt diese Toxine als weitaus giftiger als das Botulinus-Toxin: "Some of the most toxic substances known to men".


Eine Kaskade von enzymatischen Prozessen bildet innerhalb der Zelle ATP (Adenosintriphosphat). ATP ist die eigentliche Speicherform von Körper-Energie. Ohne ATP ist kein Stoffwechselprozess denkbar und möglich. Eine ungenügende Bereitstellung von ATP, z. B. auf Grund der durch Toxine blockierten Enzyme, führt innerhalb der Zelle zu einer Minderung der gesamten Zellfunktion.
Das Gesamtproblem der Chronischen Kieferostitis ist also weniger ein bakterielles, als vielmehr ein toxisches, ausgelöst durch die Toxine der Bakterien. Eine besonders hohe Toxizität zeigen diese Bakteriengifte in der Verbindung mit Zahnmetallen, wie beispielsweise Amalgam oder Titan."