Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS) - Burnout

Bei der CFS handelt es sich um eine lähmende mentale und physische Erschöpfung, die von einer spezifischen Kombination weiterer Symptome begleitet ist. Hierzu zählen neben Kopf-, Hals-, Gelenk- und Muskelschmerzen auch Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie nicht erholsamer Schlaf.

Aber auch Empfindlichkeiten der Lymphknoten, Sehstörungen, Allergien, subfebrile oder leicht erhöhte Temperaturen sowie eine anhaltende Verschlechterung des Zustandes nach Anstrengung zählen zu den typischen, mit CFS assoziierten Symptomen.

 

 

Was ist die Ursache des chronischen Erschöpfungssyndroms?

Bei der Ausbildung des Chronischen Erschöpfungssyndroms spielen neuroendokrine Dysbalancen offensichtlich eine wichtige Rolle. Es gibt Hinweise darauf, dass eine Vielzahl der Patienten mit CFS eine Unterfunktion der Cortisol-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse) aufweist. Ein milder Hypocortisolismus, die abgeschwächte ACTH-Ausschüttung auf Stressreize sowie eine verstärkte Sensitivität auf negatives Feedback auf Glukokortikoide hin scheinen hierbei beteiligt zu sein. Auch eine hierdurch ausgelöste Schwächung bzw. chronische Aktivierung des Immunsystems wird als Krankheitsauslöser vermutet.


Weitere Ursachen von Stress:

  •     physikalische Faktoren (Hitze, Kälte, Lärm, UV- u.a.
  •     Strahlung, Reizüberflutung)
  •     chemische Faktoren (toxische Bestandteile von Zigarettenrauch,
  •     Alkohol, Auto-/Industrieabgase)
  •     beruflicher Stress (Mobbing, Arbeitssituation, Arbeitsplatz(
  •     un)sicherheit, Über- bzw. Unterforderung)
  •     sozialer Stress (Beziehungskrisen, Tod von nahestehenden
  •     Personen, eigene und fremde Erwartungshaltungen,
  •     Angst vor sozialem Abstieg, Isolation)


Welche Beschwerden treten beim chronischen Erschöpfungssyndrom auf?

  •     lähmende mentale und physische Erschöpfung
  •     Kopf-, Hals-, Gelenk- und Muskelschmerzen
  •     Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  •     nicht erholsamer Schlaf
  •     Empfindlichkeiten der Lymphknoten
  •     Sehstörungen
  •     Allergien
  •     leicht erhöhte Temperaturen
  •     anhaltende Verschlechterung des Zustandes nach Anstrengung

 

Welche diagnostischen Möglichkeiten stehen zur Verfügung?

Die Therapie neuroendokriner Regulationsstörungen bei stressinduzierten Symptomen und Erkrankungen erfolgt meist noch immer rein symptomatisch. Chronische Belastungen durch Stress und Stress-Erkrankungen sowie vorliegende Mikronährstoffdefizite führen zu vorübergehenden oder anhaltend tief greifenden Veränderungen der neuroendokrinen und immunologischen Regulation. Diese führen zu Veränderungen der Neurotransmitter-, Neuromodulator- und Hormon-Balance. Über die Bestimmung von Cortisol und DHEA im Speichel sowie von Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Serotonin, Glutamat, GABA, Glycin, Taurin, Histamin und PEA im Urin lässt sich eine entsprechende Belastung diagnostizieren.